ReR – MedToday!
Raitza.de thematisiert Krebs, seltene Krankheiten und unterstützt Familien.
Neue Erkenntnisse aus den verschiedensten Fachgebieten revolutionieren unser Verständnis dafür, wer wir sind, woher wir kommen und geben uns neue Zukunftsvisionen. Wissenschaft prägt unsere Gesellschaft wie nie zuvor.
Fortschritte in Medizin, Biotechnologie, Stammzellforschung bis hin zu den Ernährungswissenschaften haben Auswirkungen auf unsere Lebensqualität und Gesundheitsversorgung. Das Erfassen, Auswerten und Interpretieren epidemiologischer Daten erlaubt nicht nur regionale, sondern auch internationale Vergleiche. Unterschiede und Besonderheiten des Auftretens von Erkrankungen können die Wissenschaftler auf mögliche Ursachen hinweisen.
Ein Beispiel ist das geographisch sehr unterschiedliche Erkrankungsrisiko für Brustkrebs: In den Vereinigten Staaten erkranken mehr als sechsmal, in Deutschland fast fünfmal mehr Frauen an Brustkrebs als in Japan. Wenn Japanerinnen in die Vereinigten Staaten auswandern, ändert sich ihr niedriges Brustkrebsrisiko kaum. Das Risiko ihrer Töchter und noch mehr das ihrer Enkelinnen, an Brustkrebs zu erkranken, nähert sich jedoch dem hohen Brustkrebsrisiko amerikanischer Frauen an. In Europa findet man die meisten Brustkrebserkrankungen in den Niederlanden, in Dänemark, Finnland und Schweden. Deutschland nimmt im europäischen Vergleich einen mittleren Rang ein. Die niedrigsten Erkrankungsraten verzeichnen die südeuropäischen Länder Spanien, Griechenland und Portugal. Die Forscher gehen davon aus, dass vor allem reproduktive (höheres Alter bei erster Geburt, Kinderlosigkeit, frühe Menarche, späte Menopause), hormonelle und genetische Faktoren mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs verbunden sind. In verschiedenen Studien beobachteten die Epidemiologen auch einen Zusammenhang mit Ernährungsgewohnheiten – insbesondere eine sehr kalorienreiche Ernährung – und hohem Alkoholkonsum.
Krebs gehört zu den häufigsten Erkrankungen und ist eine der häufigsten Todesursachen. Im Gegensatz dazu informiert ReR – MedToday! auch über Gesundheitsstörungen, von denen jeweils nur eine kleine Zahl von Menschen betroffen ist. Orientierungshalber kann eine Prävalenz als gering gelten, wenn sie – in der Europäischen Union – unter fünf von 10.000 liegt. Die Prävalenz ist die Häufigkeit, mit der eine bestimmte Erkrankung zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem definierten Kollektiv vorhanden ist.
Zwar erscheint dieses Zahlenverhältnis als niedrig, in absoluten Zahlen handelt es sich jedoch in der EU mit 27 Mitgliedstaaten um 246.000 Menschen.
Seltene Erkrankungen – aber Millionen Patienten
Von den cirka 30.000 bekannten Krankheiten werden zwischen 5.000 bis 8.000 zu den “Seltenen Erkrankungen” gezählt, die zwischen sechs Prozent und acht Prozent der Gesamtbevölkerung betreffen – in anderen Worten zwischen 27 und 36 Millionen Menschen in der Europäischen Union. Die meisten dieser rein statistisch repräsentierten Individuen leiden unter weniger häufigen Krankheiten, die eine von 100.000 Personen oder weniger betreffen. Seltene Erkrankungen sind eine heterogene Gruppe von sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern, deren häufigste Ursache Fehler im Erbgut sind und die damit auch an die Nachkommen weitergegeben werden können.
Die geringe Zahl von Patienten eines spezifischen Krankheitsbildes bringt eine Reihe von übergreifenden strukturellen Problemen mit sich. In der Patientenversorgung bestehen zum Teil erhebliche Defizite in Diagnostik und Therapie. Patienten können nicht adäquat versorgt werden, wenn eine korrekte Diagnose zu spät oder gar nicht erfolgen kann. Da die Erkrankungen oft mehrere Organsysteme betreffen, sind interdisziplinäre Therapieansätze erforderlich, die nur wenige spezialisierte Zentren leisten können. Eine wirksame kausale Therapie steht in vielen Fällen nicht zur Verfügung und kann erst erarbeitet werden, wenn die eigentlichen Krankheitsursachen geklärt sind. Dies ist jedoch bisher nur für wenige der seltenen Erkrankungen geschehen: je seltener die Erkrankung, desto schwieriger die systematische Erforschung. Aus diesem Grund ist eine enge Verzahnung der verschiedenen Arbeitsgruppen bei den seltenen Erkrankungen besonders wichtig.
Sprechstunde für die Seele – Psyche hilft Körper
Patienten und Angehörige benötigen oft professionelle Hilfe zur Bewältigung der Krankheit und um das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen. Es ist meist sehr hilfreich und unterstützend, “sich die Angst und Sorgen von der Seele zu reden”. Krebskranke beispielsweise erfahren ähnliche Auswirkungen wie nach Kriegs- und Holocausterlebnissen, daher übernehmen Krankenkassen oft die Kosten für die Einzelstunden in einer Psychotherapie bei einem Psychoonkologen.
ReR – MedToday! möchte zum Einen informieren und zum Anderen aufklären. Die Begleitung und Unterstützung krebskranker Menschen und deren Familien ist Teil unserer wohltätigen Initiative.
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Vielen Dank, ReR – MedToday! .